Selbsthilfe ist zeitlos, mordern und für alle!

In Selbsthilfegruppen (SHG) schließen sich Menschen zusammen, die von gleichen Erkrankungen, Beeinträchtigungen, psychischen oder sozialen Belastungen betroffen sind – entweder selbst oder als Angehörige. Sie sprechen gemeinsam über ihre Erfahrungen, lernen Menschen kennen, denen es ähnlich geht, und erkennen: „Ich bin nicht allein“. Sie tauschen sich über den Alltag mit der Erkrankung und Behandlungsmethoden aus. Sie lernen von den Erfahrungen anderer, geben aber auch ihre eigenen Erfahrungen weiter, und helfen damit anderen. Sie schöpfen wieder Hoffnung und Lebenslust, und beugen damit sozialer Isolation vor.

Die Mitglieder gestalten die Aktivitäten der Selbsthilfegruppe nach ihren Wünschen und Bedürfnissen, so zum Beispiel …

• Erfahrungsaustausch bei regelmäßigen Treffen

• Vorträge von und Diskussionsrunden mit Fach-ExpertInnen

• Gemeinsame Freizeitaktivitäten

• Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying für das gemeinsame Thema

TeilnehmerInnen einer Selbsthilfegruppe …

  • erfahren Gemeinschaft, Verständnis und Rückhalt
  • teilen ihre persönlichen Erfahrungen mit der Krankheit, aber auch ihre Fortschritte und Erfolge miteinander
  • erlangen spezifisches Wissen über Krankheit und Behandlungsformen
  • fördern ihre Kompetenz im Umgang mit der Erkrankung
  • gewinnen an Durchsetzungsfähigkeit für ihre Belange.

Selbsthilfegruppen ersetzen keine medizinischen oder therapeutischen Behandlungen, sind aber eine äußerst hilfreiche und unterstützende Ergänzung dazu. Die Österreichische Tinnitus-Liga (ÖTL) unterstützt die regionalen Tinnitus-Selbsthilfegruppen organisatorisch, fachlich und personell.